Jil

von Nikola Lipska

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Jil
Fotoshooting mit meiner besten Freundin:)

Talxx

Peter Brotbäck

Peter Brotbäck

am 21.03.2019 um 22:55

hmm, also im Grunde würde ich der Brigitte Recht geben, wenn es um die sogenannte Lehrbuchfotografie geht. Bin ich aber kein Verfechter von. Ich finde es toll, wenn man erstmal die Kamera in die Hand nimmt und macht. Weil dadurch quasi ungefiltert ein Gefühl eingefangen wird, ohne Regeln. Das ist wie bei kleinen Kindern, die ungezwungen an die Sachen gehen, und einfach MACHEN.
Ich finde immer mehr, dass Regeln in der Fotografie abstumpfen, genauso wie Bildlooks, bzw. Bearbeitung mit Photoshop, Instagram-Filter usw. …das macht alles Austauschbar!.
Daher finde ich das Foto sehr modern und es sticht heraus. Genauso bei dem anderen Foto, mit dem grünen Hintergrund. Finde ich sehr gut! Mir war aber auch klar, dass dieses hier nicht so gut angenommen wird.

Ergo möchte ich dir Nikola mitgeben, mach weiter so, ohne drang und was dir gefällt! Fotografische regeln sind gut, aber man braucht verdammt lange Erfahrung um sie wieder übern Haufen zu werfen.

lg, Daniel…
Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 22.03.2019 um 15:28

Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht, doch der Daniel sorgt sich um gar nichts mehr, - der macht nur noch ... . Habe ich manchmal das Gefühl. Den Spruch (natürlich nur bis zum Licht) hast Du, Daniel vor ein paar Jahren hier mal rezitiert. In den Büchern die ich bisher gelesen habe, wird u.a. auch der Umgang mit dem Licht erklärt, wie es sich verhält bzw. welche Auswirkungen zu erwarten sind. Das alles zwangsläufig genauso wie dort beschrieben auszuführen ist, steht m.E. in keinem meiner Bücher.
Hätten meine Eltern mich immer machen lassen, wo und wie ich wollte, ich wüsste wahrscheinlich bis heute noch nicht, wie man eine Toilette richtig benutzt. Vom Händewaschen ganz zu schweigen!
Ich meine, es ist ein wenig weit hergeholt, alle Regeln über den Haufen zu werfen und zu meinen, etwas völlig neues geschaffen zu haben. Die Regeln sind ja über die Jahre aus Erfahrungen entstanden. Ich bin mehr der Meinung, etwas anderes entsteht wohl eher aus dem Verbiegen der Regeln, - jedoch nicht bis zur völligen Unkenntlichkeit. Und ohne Regeln gab es ja schon, - ganz zu Anfang der Fotografie ... .
Aus der persönlichen Erfahrung heraus hat es mich eher frustriert einfach drauflos zu knipsen, der richtige Spaß an der Fotografie kam erst als ich mich damit auseinander gesetzt habe; gut meine Bilder sind dadurch immer noch keine Highlights und wurden auch schon als sinnfrei bezeichnet, aber die Freude daran und (das sei hier mal ausdrücklich erwähnt) auch an der Bildbearbeitung lasse ich mir davon nicht nehmen.

Immerhin weiß ich ja dank der Regeln meiner Erziehungsberechtigten mittlerweile, dass ich nicht in die Ecken kacken darf und warum die Händehygiene so wichtig ist!

"Ergo möchte ich dir Nikola [auch etwas] mitgeben, mach weiter so, ohne drang und was dir gefällt! Fotografische regeln sind gut, aber man braucht verdammt lange [..., um sie zu erlernen und dann zu verbiegen]."

Nikola, wenn Du schreibst: "Fotoshooting mit meiner besten Freundin:)", meinst Du dann ein geplantes Shooting? Und habt Ihr euer Ziel erreicht? Immerhin hast Du es in der "Best Shot"-Leaxx eingestellt.

Daniel, wenn Du schreibst: "Daher finde ich das Foto sehr modern und es sticht heraus.", wie meinst Du das? Klar es (Blau)sticht heraus, aber was macht es für Dich zu einem modernen Foto?

Ist wirklich nicht böse gemeint, es interessiert mich nur ungemein, wie andere die Fotos sehen. Also vielleicht habt Ihr ja Zeit und Muße und beschreibt noch, was das Bild für Euch so ausmacht.

LG Achim
Peter Brotbäck

Peter Brotbäck

am 22.03.2019 um 22:06

Hi Achim, ich wusste dass du nach meinem Kommentar hier mit einsteigst. Berechnend war das nun nicht unbedingt von mir… aber du bist hier ein wenig der Markus Lanz von der Fotoleaxx.
Der, der die Sichtweisen der anderen hinterfragt, und seine Erfahrung Kundtut. Letzteres wird ja dem Lanz gerne als negativ angesprochen. Finde ich aber nicht, und auch bei dir nicht!

Zu dem Zitat und der Verbindung zu meinem. Ich weiß nicht mehr wie ich damals dieses Zitat kommentierte aber ich glaube, es war mir schon immer etwas suspekt. Als Neuling sind solche Floskeln vielleicht oft gern interessant. Aber sie werden halt zur Floskel, wenn man sich genügend mit seiner Materie beschäftigt. Eine bessere Floskel wäre da auf jeden Fall ein Zitat von Picasso, der wohl mal sagte; Beherrsche die Regeln wie ein Meister und breche sie wie ein Künstler. Das ist auch quasi das was ich mit über den Haufen werfen meine. Es ist ein relativ langer Weg die Regeln zu beherrschen und ein noch längerer zu verstehen wie man sie bricht. Ich würde niemals von mir behauten dass ich dahingehend ein Meister wäre. Aber eben das ist mir auch egal. Das wichtigste für mich an meiner Fotografie ist, dass ich eine gewisse Zufriedenheit habe mit den Ergebnissen. Selbst das war und ist ein langer Weg. Daher nehme ich mir auch quasi regelmäßig Auszeiten um ein schritt nach hinten zu gehen um meine Sachen zu betrachten. Dabei geht es gar nicht mal um sichtliche Dinge und Änderungen sondern ums begreifen und einfühlen was man so gemacht hat. Technisch ändert sich da eigentlich überhaupt nichts, aber inhaltlich. Und selbst dies vermutlich nur aus meiner Sicht. Aber eben dies! Inhalt ist wichtiger als Technik.
Technik könnte man vielleicht gleichsetzen mit einer Ordnung. Das Gegenteil wäre ja dann quasi das Chaos. Und ohne Chaos wäre unser Universum, die Welt nicht entstanden. also nur mal so als Denkansatz.

also Warum ich nun finde, dass dieses Foto heraussticht, könnte ableitend sein. Dass ich es als Modern bezeichne , liegt quasi auch auf der Hand, wenn man sich kurz mit Kunstepochen usw. informiert. Man muss dies nicht verstehen aber es gibt eine relative genaue Definition davon.

was ich mich manchmal frage; Hätte van Gogh hundert Jahre später das Licht der Welt entdeckt, und sowas wie Instagram und co. erlebt … hätte er noch beide Ohren aber sich vielleicht nur noch ein Auge?

lg, Daniel…
Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 23.03.2019 um 15:54

Na zuerst bin ich ja mal heilfroh, dass Du mich nicht mit Thomas Gottschalk vergleichst ... .

So wie Du es nun beschreibst, sind wir ja fast einer Meinung. Klar modern ist hier und jetzt, und irgendwie wird es ja oft vom Mainstream gesteuert. Aber soweit ich weiß hat sich der Vincent das Ohr abgenommen, weil er unter Tinnitus litt. Gut bei der Vielzahl der geteilten Bilder in den Social Media hätte er wahrscheinlich ein weiteres Problem gehabt, jedoch glaube ich fest daran, dass er eine andere Lösung gefunden und es bei dem einen Ohr belassen hätte ... .

Danke fürs Antworten!

LG Achim
Brigitte Sanladerer

Brigitte Sanladerer

am 17.03.2019 um 14:10

hallo Nikola,

ich weiß nicht, ob du Kritik zum Foto möchtest, ich probiers einfach mal, vielleicht erkärt das etwas, warum du hier so wenig Punkte bekommst.
Das wesentliche ist hier wohl zuerst der Hautton, der extrem ins Lila abdriftet. Dies lässt deine Freundin eher krank aussehen. Vergleich die Hautfarbe mal mit deinem Foto "Jula", hier gefallen mir die Farben viel besser. Mehr Gelbanteil, weniger Magenta.

Weiterhin ist meiner Meinung nach die Pose nicht sehr vorteilhaft. Zum einen sieht man ja oft die Hand in den Haaren, für mich eine mittlerweile sehr abgedroschene und sinnfreie Pose. Hier weht zwar etwas Wind, wie ich vermute, somit könnte die Pose auch natürlich entstanden sein, weil sie sich die Haare aus dem Gesicht streicht, dennoch blockiert der Arm und Ellbogen den Blick auf ihr Gesicht und drängt sich quasi in den Vordergrund. Ebenso die Uhr: sie ist der hellste Punkt im Bild, weshalb der Blick automatisch immer dorthin wandert. Sofern die Uhr die Hauptaussage des Fotos ist, ist das ok, aber ich denke, so ist es nicht. Die Uhr lenkt also von der eigentlichen Bildaussage ab, ich hätte sie fürs Foto lieber abgelegt.

Aufpassen auch bei den Details der Kleidung. Hier schummelt sich eine vorwitzige Schlaufe unter ihrem Arm mit aufs Bild, was zusätzlich ablenkt und stört.

Der Blick und Ausdruck deiner Freundin erscheint mir unsicher, ängstlich, zurückhaltend und so, als würde sie sich nicht wohl fühlen. Etwas fragend auch, ob sie alles richtig macht. Ich weiß nicht, was ihr mit dem Foto geplant hattet, insgesamt sehe ich hier einen eher unglücklich ausgefallenen Schnappschuss, aber leider keinen "Best Shot".

Bin gespannt, was du hierzu meinst.
LG Brigitte