Hahnenfuß

von Bernd Seydel

176 Punkte
18 Ranxx

33 Punkte
Hahnenfuß
Fotografiert zusammen mit Thomas Wolf.
Kamera
Canon EOS 5DS R
Brennweite
100 mm
Blende
f/9.0
ISO
100
Verschlussz.
1/125s
Datum
18.05.2017 - 19:22 Uhr

Talxx

Bernd Seydel

Bernd Seydel

am 02.12.2018 um 23:17

Danke für eure Anmerkungen und Spekulationen. So ein Makro - darum handelt es sich - entsteht aus ca. 60 Einzelfotos. Allerdings schaffen wir es bei aller Raffinesse noch nicht, den Hintergrund wirklich schwarz sein zu lassen. Irgendwelches winzige Streulicht gibt es immer. Es gäbe dafür Hightech-Varianten, aber die haben wir leider nicht. Wenn man also einen zu hell eingestellten Monitor hat, dann sieht man in der Tat mehr oder weniger, was im schwarzen Hintergrund gemacht worden ist. Bei einem korrekt eingestellten Monitor ist das nicht der Fall. Aus Spaß könnte man auf alle Fotos mit schwarzem Hintergrund in Photoshop eine Gradationsebene legen und die Kurve hochziehen. Dann kommen so allerhand Sachen zum Vorschein.
Zum Workflow:
Es gibt als erstes immer eine Schnellvariante, zu der auch das gezeigte Foto gehört. Wenn wir das Foto aber in voller Auflösung und bis zu 2,50 x 170 Meter ausdrucken, dann stecken wir erheblich mehr Mühe rein. Dazu gehört dann auch, den Hintergrund komplett schwarz zu machen. Das Freistellen der winzigen Härchen ist dann meistens nur noch händisch zu erledigen. Dauert dann aber 5 bis 20 Stunden. Das Ergebnis ist dann betörend schön. Sieben Beispiele hängen zur Zeit im Gasometer in Oberhausen in der Ausstellung "Der Berg ruft".
Die Blüte des Hahnenfuß ist ca. 5 mm breit.
Mehr über unsere Makrofotografie unter www.makrosophie.de .
Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 03.12.2018 um 20:07

... oh ja, da sagst Du was; ist bestimmt ein 3/4 Jahr her, dass ich meinen Monitor kalibriert habe ... .

Klingt interessant, ich habe schon einige Ausstellungen im Gasometer besucht, da muss ich mal nachschauen, wie lange der Berg noch ruft, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit zum Besuch, dann werde ich mal nach euren Bildern suchen.

Danke fürs Erklären; hört sich nach einer Menge Arbeit an.

LG Achim
Peter Brotbäck

Peter Brotbäck

am 02.12.2018 um 22:05

„in der Großansicht kann ich deutlich einen rechteckigen Hintergrund um die rechte Pflanze erkennen, zudem sieht man zwei "Pinselstriche" zwischen den beiden Pflanzen; so schön wie das Bild auch ist, da habt Ihr bei der Retusche nicht genau hingeschaut.“ …oder bei Arnos Retusche abgeschaut? sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen. :-D

Hi ihr beiden. da hat der Achim recht. Allerdings muss man auch sagen, dass man da schon sehr genau hinschauen muss, um es zu sehen. Dies brachte mich jedoch zum nachdenken, was meine Routine oder „sicher-sein-glaube“ beim Output betrifft. Ich bin sehr pingelig geworden, als ich damals teure Prints, aus London per express eingeflogen, in den Händen hielt und Sensorflecken auf den Bildern sah! Okay, klingt krasser als es war, weil es nur diese Versandart gab und die Prints von der Bude unverhältnismässig günstig waren. Dennoch war ich enttäuscht als ich die Flecken auf den Bildern sah. Hab mir seitdem auch ne ganz simple weise ausgedacht um sowas vorab in Photoshop zu checken. Aber ich mach das nicht immer, weil vermutlich mehr als 90% meiner fertigen Bilder ohne Photoshop raus geht. Daher war die Bemerkung von Achim super für mich, denn ich steppte grad die Modis bei meinem Eizo durch. Also von Kalibrierten AdobeRGB über sRGB und unkalibrierten sRGB. Bei letzteren sieht man das von Achim erwähnte sehr stark. …ohne Großansicht, aus fünf Meter Entfernung. Man sieht aber auch nicht nur das erwähnte von Achim, sondern auch ein krasses Rauschen. Und da musste ich auf die EXIFs gucken und sah, dass das Foto bei iso 100 bei einer kurzen Verschlusszeit gemacht wurde, Und dies mit einer Moderne, aktuellen Kamera. Was mich so aber nur vermuten lassen kann, dass dieses Bild in der Post stark aufgehellt wurde. Oder Rauscht diese Kamera so sehr? Das kann ich mir wie gesagt kaum vorstellen. Okay, die 5D mk1 tut das… aber sobald man die Bilder in Lightroom oder CaptureOne läd, sieht man das nicht. Ergo würde ich hier nicht nur empfehlen „genauer hinzuschauen“ sondern vielleicht auch den Workflow bzw. das Vorab zu überdenken.

Und ja, vielleicht wiederhole ich mich, gähn, aber das Vorab ist super wichtig. Nebenbei erwähnt, ich saß grad jemanden gegenüber, der meinte, dass er Photoshop nicht weiter verwenden würde …wenn dann nur um das Licht später zu korrigieren. Okay, es „war“ ein Freund, der nichts kommerzieller Fotografie usw. zu tun hat …dennoch musste ich ihn töten für diese Aussage. ;-P tja aber so ist das, wenn man mit mir befreundet ist.
Ab nächstes Jahr hab ich mir vorgestellt Kurse an der VHS zu geben. Ich denke, wenig Tote, aber ein bisschen Blut muss fließen, um den Leuten die Kunst wieder etwas Authentischer näher zu bringen. ;-)

lg, Daniel…
Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 01.12.2018 um 12:04

Hallo Bernd,
in der Großansicht kann ich deutlich einen rechteckigen Hintergrund um die rechte Pflanze erkennen, zudem sieht man zwei "Pinselstriche" zwischen den beiden Pflanzen; so schön wie das Bild auch ist, da habt Ihr bei der Retusche nicht genau hingeschaut.

LG Achim