Waldkatze

von Patrick Illhardt

12 Punkte
55 Ranxx

35 Punkte
Waldkatze
Waldkatzenmix
Kamera
ILCE-7R
Brennweite
388 mm
Blende
f/6.3
ISO
500
Verschlussz.
1/400s
Datum
06.01.2018 - 15:21 Uhr

Talxx

Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 09.02.2018 um 17:05

Life and Times of Grizzly Cat. Frei nach "Der Mann in den Bergen" in der Katzenversion: Zu Beginn der Serie wird die Hauptperson, Maunz „Grizzly“ Cat beschuldigt, den Futternapf des Nachbarhundes leer gefressen zu haben, obwohl er die Tat nicht begangen hat, flieht er in den Wald, um fortan versteckt in der Wildnis zu leben. Hier baut er sich ein Katzenklo und beginnt ein neues Leben ... .

Tolles Foto! Irgendwie sieht es so aus, als trägt er/sie noch zusätzlich einen Pelzmantel, dazu die weißen Haare; ja er/sie regt die Fantasie an ... .

Mit der Freistellung echt stark gemacht, vielleicht ein wenig mehr Farbe, muss aber nicht sein, gefällt mir auch so.

LG Achim
Arno Thelen

Arno Thelen

am 11.02.2018 um 07:09

Sehr coole story Achim :-) ... wie geht die Geschichte weiter?
Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 11.02.2018 um 12:43

... oh Arno! Du hättest nicht fragen dürfen:

Maunz passt sich seinem neuen Lebensraum sehr gut an und lebt friedlich im Einklang mit Mutter Natur und allen anderen Waldbewohnern. Doch die Einsamkeit macht ihm zuweilen zu schaffen, so durchstreift er Wald und Wiesen, um vielleicht doch einen seiner Artgenossen anzutreffen. Eines Tages jedoch, in einer Vollmondnacht begegnet er einem Werwolf. Es kommt zum Kampf. Maunz wehrt sich verbissen und mithilfe seines Silberblicks, gelingt es ihm die Kreatur zu überbewältigen. Immer noch von der Auseinandersetzung geschwächt beobachtet er, wie sich das Fell des Wolfes zurückbildet und letztendlich eine Zecke vor ihm liegt.

Als er sich ihr nähert, haucht diese ihm sterbend ins Ohr, dass sie einst einen Werwolf biss und sein Blut in sich sog, dabei starb ihr Opfer noch in derselben Nacht an Borreliose und ein Fluch ging auf sie über; fortan verwandelte sich die Zecke in jeder Vollmondnacht in eine Ausgeburt der Hölle. Immer auf der Suche nach anderen Waldbewohnern, um über sie herzufallen und ihnen das Leben zu nehmen. Er habe sie nun vom Fluch befreit und sie danke ihm dafür, der Preis für seine Tat sei jedoch für beide sehr hoch ... .

Maunz, der stark am linken Fußballen blutete, ahnte Böses, als er ihren Worten folgte und bereits in der nächsten Vollmondnacht bestätigten sich seine ärgsten Befürchtungen; der Kater Maunz mutierte zu einem Hund, schlimmer noch; einem Werhund im Körper eines Wolfes.
Von nun an durchstreifte der von allen Waldbewohnern so sehr geliebte Kater in jeder Vollmondnacht als schreckliches blutrünstiges Monster seinen Wald. Alle anderen Tiere waren gut informiert und versteckten sich in diesen Nächten, - aber dann eines Nachts, der Mond schien heller als je zuvor, kam Pinsel des Weges, er war mit seinem Herrschen unterwegs, sie wollten Fotos von den nachtaktiven Waldtieren schießen, aber es blieb still im Wald, kein Tier ließ sich blicken.
Pinsel jedoch schärfte seine Sinne und er spürte große Gefahr. Im Dickicht unweit ihrer Position lauerte Maunz; er visierte die beiden unbekannten Besucher an und war schon bereit beiden das Leben auszuhauchen, als ihn ein innerer Trieb zurückhielt. Tief in seinem Bewusstsein kamen Fragmente seines früheren Lebens zum Vorschein. Bruchstückhaft und sehr verschwommen wurden Erinnerungen wach gerufen: Schnurrend in völliger Zufriedenheit auf dem Schoss seines Menschen, - der Nachbarhund, der Drecksack, der ihn angeschwärzt hatte, damit jener eine zweite Mahlzeit erhielt ... . All dieses ließ ihn zurückschrecken und er zog davon ...; in dieser Nacht hatte der Wald nichts mehr zu befürchten.

Pinsel jedoch hatte den Wald schon in so mancher Nacht aufgesucht, so still und ruhig wie in dieser hatte er diesen Ort nie zuvor erlebt. Er beschloss am nächsten Tag wiederzukehren und der Sache auf den Grund zugehen. Pinsel war der Zögling eines echten Helden und von Natur aus furchtlos; als er beim Morgengrauen um die Bäume streifte, fand er den am ganzen Leib zitternden Maunz neben seinem Katzenklo liegen. Pinsel dachte sofort an Verdauungsproblemen und wollte schon einen Absinth anbieten, Maunz jedoch erzählte ihm die ganze Geschichte und Pinsel wusste Rat.
Die beiden wurden dicke Freunde und fortan banden sie Maunz in jeder Nacht bei Vollmond an einen Baum, so fest, dass sich nicht einmal ein Werwolf davon befreien konnte.
So sehr das Monster auch an seinen Fesseln zog, es konnte sie nicht lösen; voller Zorn, Frust und Enttäuschung flehte die scheußliche Kreatur den Mond an, er möge es befreien. Sein Flehen ging über in ein jämmerliches Geheul. Dieses Heulen hörte man bis weithin über alle Grenzen hinweg, sodass von nun an alle Wölfe mit einstimmten und bei Vollmond den Mond anheulen ... . - ENDE

Und die Moral von der Geschichte: Du sollst nicht mit Wölfen heulen, wenn Du Dir nicht sicher bist, dass nicht doch eine Katze dahinter steckt!

LG Achim
Patrick Illhardt

Patrick Illhardt

am 11.02.2018 um 13:23

Da hab ich jetzt aber echt nen Moment gebraucht um das alles zu lesen :-D
Achim Kaurschill

Achim Kaurschill

am 11.02.2018 um 13:33

... Du hättest auch warten können, bis es verfilmt wird ... . ;-))

LG Achim